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Google, Facebook, Opium und Marx

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Opium des Volkes, Karl Marx zufolge die Religion, sind heute die Gratisdienste von Google und Facebook, hieß es bereits 2012 in dem Buch „Socrates reloaded“ von Frank Buytendijk. Neben dem Gartner-Analysten haben sich in jüngerer Vergangenheit eine Reihe von Autoren und Medien mit demWerk des Philosophen beschäftigt. Anlässlich dessen 200. Geburtstags  hat Computer-Weekly-Autor Brain McKenna einige Statements zusammengetragen, die sich seiner Ansicht nach auch auf die digitale Ökonomie von heute beziehen lassen. Dazu gehören der Ökonom Paul Mason und der Kulturtheoretiker Terry Eagleton. Anhand einer Gegenüberstellung Marx‘ mit wirtschaftsliberalen Denkern wie Ayn Rand und Peter Thiel stellt McKenna zudem die Frage, ob Marx mit seinen Analysen recht hatte.

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Facebook regulieren statt löschen

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Mit dem Twitter-Hashtag #deletefacebook versuchen Gegner des weltgrößten sozialen Netzwerks, nach dem Datenklau durch Cambridge Analytica und der möglichen Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahlen möglichst viele Nutzer zum dauerhaften Ausstieg zu bewegen. Siva Vaidhyanathan (Bild) findet, das sei der falsche Weg. Denn Facebook, so der US-Medienwissenschaftler in einem Artikel für die New York Times, würde selbst zehntausende von Abgängen kaum bemerken. Gleichzeitig zögen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern realen Nutzen aus Facebook – das erschreckenderweise oft ihre einzige Nachrichtenquelle sei. Vaidhyanathans plädiert angesichts dieser Kombination aus Nutzen und Machtfülle für härte Regulierungsmaßnahmen gegenüber Sozialen Netzen, speziell Facebook. Die EU mit der Datenschutzgrundverordnung sieht er hier auf einem guten Weg.

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Aufpasser für Künstliche Intelligenz

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Steuergerechtigkeit, gerechte Verteilung medizinischer Ressourcen, Gleichbehandlung der Angehörigen unterschiedlicher Herkunfts- oder Hautfarbengruppen: Das alles ist nicht per se gegeben, sondern bedarf gezielter Regulierung. Auch digitale Technologien seien nicht automatisch neutral in ihren Auswirkungen, so Nick Thieme im Multiautoren-Blog undark.org. Im Gegenteil: Die in digitalen Systemen wirkenden Algorithmen zementierten die Ungleichverteilung ökonomischer Ressourcen. – Mit Bezug auf die Mathematikerin Cathy O’Neill stellt der auf Digitalisierungseffekte spezialisierte Jurist Thieme fest, Algorithmen ließen Reiche reich und Arme arm. Und das sei kein Zufall, sondern Beleg für “Neigungen” von Algorithmen, die sie von ihren Entwicklern „geerbt“ hätten. – Thieme fordert darum eine Regulierungsbehörde („Aufpasser“; Symbolbild) für Künstliche Intelligenz.

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Petition fordert Bundesdigitalminister

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Einen Digitalminister soll es im künftigen Bundeskabinett geben! Das fordern die Unterzeichner einer Petition, die der Bundesverband Deutsche Startups e.V. ins Leben gerufen hat. Unionsparteien und Sozialdemokraten hätten sich vor der Bundestagswahl gleichermaßen für ein eigenständiges  Digitalministerium beziehungsweise eine Staatsministerposition im Bundeskanzleramt ausgesprochen; die Koalitionsvereinbarung falle nun weit dahinter zurück, so die Initiatoren. Aus der digitalen „Kreidezeit“, wie sie heute etwa in den Schulen herrsche, werde man so nie herausfinden. Die Petition wird bereits von zahlreichen Initiativen unterstützt – so auch vom Mittelstands-Blogger Heinz-Paul Bonn. Der findet es unverständlich, dass es ein Seehofer-Ministerium für Heimat geben soll, die Digitalisierung aber ohne zentrale Führung auf alle möglichen Ressorts verteilt bleiben soll.

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Chaos ist das neue Normal

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Noch vor einigen Jahren erwartete man, dass Massendaten und ihre zunehmend intelligente Verarbeitung zu mehr Prognose-Präzision führen, künftige Entwicklungen daher mit größerer Sicherheit voraussagbar sein würden. New-York-Times-Autor Farhad Manjoo (Bild) nennt in seiner Kolumne als Beispiele Googles Voraussage von Grippewellen und die Performance des Wahlforschers Nate Silver, der vor der US-Präsidentschaftswahl 2012 die Gewinner in allen Staaten korrekt prognostizierte. Das Gegenteil sei jedoch in den letzten zwei Jahren eingetreten, schreibt der Tech-Autor nun und verweist unter anderem auf Brexit und Trump-Wahl. Wer nun glaubt, dass solche Überraschungen Ausnahmen gewesen seien und das bevorstehende Jahr eine Rückkehr zur Normalität bringen werde, sei auf dem Holzweg, warnt Manjoo. In immer mehr Daten, Inhalten und Kommunikationsvorgängen sieht er das Potential für eine anschwellende Welle an überraschenden Ereignissen mit tiefgreifender Wirkung. Unvorhersagbarkeit, Chaos, sei die neue Normalität.

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