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DSGVO: gegen “Zwangszustimmung”

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Seitdem die Datenschutz-Grundverordung (EU-DSGVO) gilt, können die Nutzer von Diensten wie Facebook, Linkedin, Twitter etc. diesen untersagen, ihre Daten zu verarbeit. Oft lassen sich die Dienste dann aber nicht mehr nutzen. Der österreichische Datenschutzaktivist Maximilian Schrems (Bild: Manfred Werner), der 2014 in Irland eine Sammelklage gegen Facebook erhoben und damit das Safe-Harbor-Abkommen gekippt hatte, will das ändern. Im Interview mit netzpolitik.org erläutert er, wie er das bewirken will und welche Erwartungen mit seinen Beschwerden gegen Google, Instagram, WhatsApp und Facebook verbindet, die er jüngst bei vier Behörden in Frankreich, Belgien, Deutschland (Hamburg) und Österreich eingereicht hat –  wegen „Zwangszustimmung“. – Schrems rechnet mit einer DSGVO2-Debatte in ein paar Jahren.

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Google, Facebook, Opium und Marx

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Opium des Volkes, Karl Marx zufolge die Religion, sind heute die Gratisdienste von Google und Facebook, hieß es bereits 2012 in dem Buch „Socrates reloaded“ von Frank Buytendijk. Neben dem Gartner-Analysten haben sich in jüngerer Vergangenheit eine Reihe von Autoren und Medien mit demWerk des Philosophen beschäftigt. Anlässlich dessen 200. Geburtstags  hat Computer-Weekly-Autor Brain McKenna einige Statements zusammengetragen, die sich seiner Ansicht nach auch auf die digitale Ökonomie von heute beziehen lassen. Dazu gehören der Ökonom Paul Mason und der Kulturtheoretiker Terry Eagleton. Anhand einer Gegenüberstellung Marx‘ mit wirtschaftsliberalen Denkern wie Ayn Rand und Peter Thiel stellt McKenna zudem die Frage, ob Marx mit seinen Analysen recht hatte.

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Profitiert GooF vom EU-Datenschutz?

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Google und Facebook dominierten gemeinsam die „Überwachungsökonomie“, urteilt der Buchautor und Hochschullehrer Nicholas Carr in seinem Blog „Rough Type“ und bezieht sich dabei auf Schätzungen, wonach die beiden Online-Giganten zwischen der Hälfte und drei Vierteln aller digitalen Werbeausgaben weltweit auf sich vereinen. Weil Google nicht über eine starke Social-Media-Plattform verfüge, ergänzten sich die Angebote des Unternehmens zudem vortrefflich mit denen von Facebook und erzeugten Carr zufolge ein Duopol  („GooF“) mit hohem Potential zum Missbrauch persönlicher Nutzerdaten – aber auch von Marktmacht gegenüber der werbetreibenden Wirtschaft. – Mehr Regulierung also? Besser nicht, meint Carr. Denn speziell die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) werde das Duopol weiter stärken, weil außer GooF nur wenige Wettbewerber es sich finanziell leisten könnten, die neuen, strengen Regularien technisch umzusetzen.

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Microsoft: Veteran an der Spitze

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Das Unternehmen der Stunde ist Microsoft – und nicht etwa Alfabet (Google), Amazon, Apple oder Facebook , findet Heinz-Paul Bonn (Bild). Der Blogger und IT-Branchenveteran mit Mittelstandsfokus begründet das so, dass Microsoft sich als einziges Unternehmen in der Spitzengruppe der Fortune 500 gehalten hat. Seit den Old-Economy-Zeiten vor 20 Jahren mit Exxon, General Motors, Shell und anderen bis heute, zusammen mit den Obengenannten. Und das hat Microsoft-CEO Satya Nadella nach Bonns Überzeugung mit unvergleichlich konsequenter Cloud-Orientierung geschafft, in Verbindung mit starkem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Office Suite und Webservices für das Internet der Dinge. Worauf der Nadella-Fan außerdem verweist: Die Marktkapitalisierung der Ex-Windows-Company hat sich in der Amtszeit des 3. CEOs von 300 Milliarden auf 681 Milliarden Dollar (Stand KW 2/2018) weit mehr als verdoppelt.

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Chaos ist das neue Normal

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Noch vor einigen Jahren erwartete man, dass Massendaten und ihre zunehmend intelligente Verarbeitung zu mehr Prognose-Präzision führen, künftige Entwicklungen daher mit größerer Sicherheit voraussagbar sein würden. New-York-Times-Autor Farhad Manjoo (Bild) nennt in seiner Kolumne als Beispiele Googles Voraussage von Grippewellen und die Performance des Wahlforschers Nate Silver, der vor der US-Präsidentschaftswahl 2012 die Gewinner in allen Staaten korrekt prognostizierte. Das Gegenteil sei jedoch in den letzten zwei Jahren eingetreten, schreibt der Tech-Autor nun und verweist unter anderem auf Brexit und Trump-Wahl. Wer nun glaubt, dass solche Überraschungen Ausnahmen gewesen seien und das bevorstehende Jahr eine Rückkehr zur Normalität bringen werde, sei auf dem Holzweg, warnt Manjoo. In immer mehr Daten, Inhalten und Kommunikationsvorgängen sieht er das Potential für eine anschwellende Welle an überraschenden Ereignissen mit tiefgreifender Wirkung. Unvorhersagbarkeit, Chaos, sei die neue Normalität.

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