SHE-Blogpicks

Für eine Verpflichtung zur Nachhaltigkeit

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Acht Vorschläge, wie sich Elektroschrott begrenzen lässt“ präsentiert Gregor Honsel (Foto: Heise Verlag) im Blog des Magazins Technology Review. Statt geplante Obsoleszenz, die Begrenzung der Lebensdauer von Produkten, einfach zu akzeptieren, plädiert der Autor unter anderem für eine Verpflichtung der Hersteller, Konstruktionsdaten von nicht mehr lieferbaren Ersatzteilen öffentlich zu machen, und für erhöhte Abgaben auf den Ressourcenverbrauch. – Entsprechende Vorschläge seien bereits in der ab 2021 gültigen Ökodesign-Richtlinie angelegt und würden zudem von einer Initiative in den USA getragen. Die deutsche Politik dagegen, urteilt Honsel, verharre antriebsschwach in einer komfortablen Pro-Industrie-Position.

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Internet & Co. – nicht erst der Anfang

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Das Internet, wie wir es heute erleben, ist erst der Anfang. Das schreibt Kevin Kelly in der 25-Jahres-Jubiläumsausgabe von Wired. Soll heißen: Alles wird noch viel besser, viel unglaublicher. Dem widerspricht Nicholas Carr (Bild) in seinem Blog „Rough Type“ vehement. Er wirft „Gadget-Anbetern“ wie Kelly vor, eine Illusion von unaufhaltsamem Fortschritt zu verbreiten und negative Effekte als temporäre Fehler zu verharmlosen, die gutwillige, kompetente Entwickler schon bald beheben würden. Carr zitiert den Technologiekritiker Michael Sacasas, der für unkritische Fortschrittsgläubige wie Kelly bereits 2013 den Begriff „Borg-Komplex“ geprägt hat (Borgs sind in der Serie „Star Trek“ eine außerirdische Rasse – halb Mensch, halb Maschine –, deren Angehörige die Hirne anderer Wesen aufsaugen.). Carrs Fazit: Die Menschheit habe den Anfang (der Digitalisierung) nicht nur längst hinter sich gelassen. Man könne vielmehr längst erkennen, worauf sie hinauslaufe, wenn der Kurs nicht bewusst korrigiert wird.

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Brauchen wir Robotergesetze?

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Roboter beziehungsweise künstliche Intelligenzen dürfen Menschen nicht schaden, müssen deren Befehlen gehorchen und ihre eigene Existenz schützen. Diese drei Robotergesetze von Isaac Asimov zitiert Aleksandra Sowa in ihrem aktuellen Beitrag für das Debatten-Magazin The European. Sie reichen jedoch nach ihrer Meinung nicht aus, weil Roboter sich mittlerweile, wie in Japan, sogar um politische Ämter bewerben (Bild: Wahlplakat auf Twitter für Bürgermeisterwahl in Tokio) und anstelle von Menschen Entscheidungen treffen. Sowa fordert in ihrer lesenswerten Betrachtung neue, verbindliche Robotergesetze und hofft dabei auf die kürzlich eingesetzte Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur Künstlichen Intelligenz.

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CeBIT: Achtung, Bogonen!

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Die CeBIT ist frisch und neu, mit jeder Menge Pitches, Battles und Diskussionen statt dröger Bürotechnik-Ausstellungen. Wie der in Hannover heimische Heise-Reporter Wolfgang Stieler in seinem Blog schreibt, fühle sich das auch ganz gut an – im ersten Moment. Dann aber stelle sich heraus, dass es nach wie vor massenhaft „Bogonen“ auf der Messe gebe: scheinkompetente Wichtigtuer (Bogus = Schwindel; Symbolbild), die innovativen Geist simulierten. Der Unterschied, so Stieler: Früher hätten die Bogonen Anzüge getragen, heute lungerten sie auf Sitzsäcken und Paletten herum und gebärdeten sich als Gründer-Helden.

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Google, Facebook, Opium und Marx

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Opium des Volkes, Karl Marx zufolge die Religion, sind heute die Gratisdienste von Google und Facebook, hieß es bereits 2012 in dem Buch „Socrates reloaded“ von Frank Buytendijk. Neben dem Gartner-Analysten haben sich in jüngerer Vergangenheit eine Reihe von Autoren und Medien mit demWerk des Philosophen beschäftigt. Anlässlich dessen 200. Geburtstags  hat Computer-Weekly-Autor Brain McKenna einige Statements zusammengetragen, die sich seiner Ansicht nach auch auf die digitale Ökonomie von heute beziehen lassen. Dazu gehören der Ökonom Paul Mason und der Kulturtheoretiker Terry Eagleton. Anhand einer Gegenüberstellung Marx‘ mit wirtschaftsliberalen Denkern wie Ayn Rand und Peter Thiel stellt McKenna zudem die Frage, ob Marx mit seinen Analysen recht hatte.

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