SHE-Blogpicks

Little Brother optimiert die Arbeitsleistung

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Arbeitsleistungen und andere Aktivitäten von Menschen mithilfe von Sensoren ständig protokollieren und bewerten: Den Traum von Effizienzoptimierern, gleichzeitig Albtraum von Privacy-Verfechtern und Arbeitnehmervertretern könnte ein Forschungsprojekt am Dartmouth College in Hanover/New Hamsphire der Verwirklichung näher bringen. Wie Eurekalert meldet, überwacht dabei ein Smartphone körperliche Aktivitäten, Ort, Telefonnutzung und Umgebungslicht, während ein Fitness-Tracker (Armband o. ä.) Herzfunktion, Schlag, Stress und Körperindikatoren wie Gewicht und Kalorienverbrauch misst. Gleichzeitig liefern Bluetooth-Sensoren (Beacons) – zuhause und am Arbeitsplatz – Informationen, wann eine Person gearbeitet beziehungsweise Pause gemacht hat. Ausgewertet werden die so erhobenen Daten mit Machine-Learning-Algorithmen. Forschungsleiter Professor Andrew Campbell (Foto: Linkedin-Profil) sieht in dem System weniger ein Überwachungswerkzeug als vielmehr einen „… Weg für neue Formen des Feedbacks an die Arbeitnehmer, um ihnen … eine Anleitung zu geben, wie sie ihre Arbeit angehen”.

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Den KI-Teufel (nicht) an die Wand malen

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Künstliche Intelligenz ist weder gut noch böse an sich. Die zugrundeliegenden Technologien haben aber das Potential, sich in Wirtschaft und Gesellschaft zu verbreiten und Profit zu erzeugen. Diese Position vertritt Gisela Schmalz (Bild), Professorin für Strategisches Management und Wirtschaftsethik an der Rheinischen Fachhochschule in Köln, im Multiautoren-Blog Carta. Utopien von der Weltverbesserung durch KI lehnt sie ab, ebenso wie dystopische Warnungen vor der Verdrängung der Menschen durch Roboter. Ihr Verdacht: Warner wie Tesla- und OpenAI-Gründer Elon Musk wollten mit Alarmismus Ängste schüren, um sich selbst als die „guten Weisen aus dem Zukunftsland“ aufzuspielen – und am Ende zu profitieren.

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Für eine Verpflichtung zur Nachhaltigkeit

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Acht Vorschläge, wie sich Elektroschrott begrenzen lässt“ präsentiert Gregor Honsel (Foto: Heise Verlag) im Blog des Magazins Technology Review. Statt geplante Obsoleszenz, die Begrenzung der Lebensdauer von Produkten, einfach zu akzeptieren, plädiert der Autor unter anderem für eine Verpflichtung der Hersteller, Konstruktionsdaten von nicht mehr lieferbaren Ersatzteilen öffentlich zu machen, und für erhöhte Abgaben auf den Ressourcenverbrauch. – Entsprechende Vorschläge seien bereits in der ab 2021 gültigen Ökodesign-Richtlinie angelegt und würden zudem von einer Initiative in den USA getragen. Die deutsche Politik dagegen, urteilt Honsel, verharre antriebsschwach in einer komfortablen Pro-Industrie-Position.

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Internet & Co. – nicht erst der Anfang

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Das Internet, wie wir es heute erleben, ist erst der Anfang. Das schreibt Kevin Kelly in der 25-Jahres-Jubiläumsausgabe von Wired. Soll heißen: Alles wird noch viel besser, viel unglaublicher. Dem widerspricht Nicholas Carr (Bild) in seinem Blog „Rough Type“ vehement. Er wirft „Gadget-Anbetern“ wie Kelly vor, eine Illusion von unaufhaltsamem Fortschritt zu verbreiten und negative Effekte als temporäre Fehler zu verharmlosen, die gutwillige, kompetente Entwickler schon bald beheben würden. Carr zitiert den Technologiekritiker Michael Sacasas, der für unkritische Fortschrittsgläubige wie Kelly bereits 2013 den Begriff „Borg-Komplex“ geprägt hat (Borgs sind in der Serie „Star Trek“ eine außerirdische Rasse – halb Mensch, halb Maschine –, deren Angehörige die Hirne anderer Wesen aufsaugen.). Carrs Fazit: Die Menschheit habe den Anfang (der Digitalisierung) nicht nur längst hinter sich gelassen. Man könne vielmehr längst erkennen, worauf sie hinauslaufe, wenn der Kurs nicht bewusst korrigiert wird.

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Brauchen wir Robotergesetze?

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Roboter beziehungsweise künstliche Intelligenzen dürfen Menschen nicht schaden, müssen deren Befehlen gehorchen und ihre eigene Existenz schützen. Diese drei Robotergesetze von Isaac Asimov zitiert Aleksandra Sowa in ihrem aktuellen Beitrag für das Debatten-Magazin The European. Sie reichen jedoch nach ihrer Meinung nicht aus, weil Roboter sich mittlerweile, wie in Japan, sogar um politische Ämter bewerben (Bild: Wahlplakat auf Twitter für Bürgermeisterwahl in Tokio) und anstelle von Menschen Entscheidungen treffen. Sowa fordert in ihrer lesenswerten Betrachtung neue, verbindliche Robotergesetze und hofft dabei auf die kürzlich eingesetzte Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur Künstlichen Intelligenz.

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