SHE-Blogpicks

Blockchain, die zweite Welle

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Die Blockchain-Technologie steht anscheinend am Anfang einer zweiten Phase großer Aufmerksamkeit. Anders als in der ersten Welle, die sich nahezu ausschließlich mit der Bitcoin-Währung befasste, geht es nun um Einsatzmöglichkeiten über den Finanzsektor hinaus, etwa in Fertigung und Logistik, urteilt Carsten Hiemsch im Think Blog von IBM. Er zietiert eine weltweite Umfrage des Konzerns unter 3.000 Führungskräften, nach deren Ansicht die Blockchain vor allem für mehr Vertrauen und Transparenz in Partner-Netzwerken sorgen kann. Und eine schweizerische Studie zur Blockchain-Effizienz, auf die sich Hiemsch auch bezieht, sieht des Distributionssektor vorn.

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Blockchain – Hoffnungsträger mit Webfehler?

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Die Blockchain-Technologie (Symboldbild), Grundlage unter anderem der Bitcoin-Digitalwährung, schwimmt seit einiger Zeit auf einer neuen Aufmerksamkeitswelle. Zwei aktuelle Blog-Beiträge erscheinen lesenswert: Das Software Engineering Institute (SEI) der Carnegie Mellon University liefert in einem langen Beitrag von Eliezer Kanal Grundlagenwissen zur Funktionsweise und den Risiken und erklärt die Gründe für das große Interesse an der Blockchain im Markt und in der Forschung. Als Blockchain-Gegner tritt dagegen Stefan Fritz in seinem Blog auf, und zwar mit einer ökologischen Argumentation: Der Proof of Work (POW), mit dem für die Blockchain erforderliche kryptographische Berechnungen dezentral erledigt, werden, fresse extrem viel Energie – bis zu 5.000 mal so viel wie eine Kreditkartentransaktion. Für Fritz ist das ein „inhärenter Webfehler“ der Blockchain-Technologie, in die man deshalb keine großen Hoffnungen setzen solle.

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E-Autos laden im Peer-to-Peer-Netz

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An Ladestationen für Elektroautos herrscht Mangel; nur gut 6.000 öffentliche gibt es in Deutschland. Dazu kommen allerdings mehr als 40.000 private Lademöglichkeiten. Die Idee des Start-ups Slock.it: Wenn nur 15 Prozent aller Inhaber diese Stationen in einem Peer-to-Peer-Netzwerk (Symboldbild) zur Verfügung stellten, würde das die hierzulande öffentlich verfügbaren Ladekapazitäten mit einem Schlag verdoppeln. Eine entsprechende App, von Slock.it in Kooperation mit der RWE-Tochter Innogy entwickelt, nutzt die Blockchain-Technologie, um “Smart Contracts” zwischen Betreibern und Nutzern privater Ladestationen zu ermöglichen. Wie Slock.it-Gründer Stephan Tual im Unternehmens-Blog einräumt, gibt es freilich noch technische Hürden für eine breite Durchsetzung. Gleichzeitig appelliert er an den Gesetzgeber, möglichst schnell die regulatorischen Voraussetzungen für eine echte „Peer to Peer Economy“ zu schaffen.

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Blockchain-Potential – außer Bitcoin

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Blockchain (Illustration: David Stanciewicz), die Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin, lässt sich auch anders verwenden, so Klemens Kowalski. In einer noch laufenden Serie beschreibt der Blogger aus Buxtehude bei Hamburg mehrere Anwendungsmöglichkeiten, etwa alternative, seiner Ansicht nach sinnvollere Kryptowährungen wie NEM/XEM oder Waves und die Wirtschaftsförderung von lokalen Kreisläufen und mittelständischen Unternehmen auf Waves-Basis. Das Potential erstreckt sich nach Kowalskis Ansicht außerdem auf private Initiativen und die Kommunalpolitik sowie auf die Möglichkeit, Onlinehändlern wie Amazon etwas entgegenzusetzen.

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Sicherer 3D-Druck mit Blockchain-Technologie?

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3D-Druck birgt Risiken, warnt Minh Le im Blog der Atos Scientific Community. Denn die Vorlagendateien seien im Prinzip ziemlich einfach zu kopieren oder zu fälschen – ersteres möglicherweise existenzgefährdend für Hersteller geschützter Konsumgüter, letzteres vielleicht gar lebensgefährlich, wenn es um sicherheitskritische Teile von Maschinen (Bild/Wikipedia: Federbeinstütze von Georg Fischer Automotive) oder Infrastrukturen geht. Bereits jetzt enthalte ein Airbus tausende gedruckter Teile, weist der Autor auf alptraumhafte Szenarien hin. Eine Lösung könnte Blockchain-Technologie sein, mit deren Hilfe Druckaufträge nur auf zertifizierten Druckern gestartet werden und in Echtzeit überwacht werden können. Bei Atos soll das Verfahren bereits in einem Proof of Concept getestet worden sein.

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