Fake News auch als Audio und Video

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Fake News sind schnell in die Welt gesetzt; ein paar Sätze mit „alternativen Fakten“, in einschlägige Kanäle eingespeist, reichen meist. Audio- und Videoaufnahmen genießen dagegen höhere Glaubwürdigkeit als Textnachrichten. Das könnte sich jedoch ändern, meint der Economist. Denn die ersten überzeugenden Belege dafür, dass Fälschungen auch machbar sind, wenn es um Audio (relativ leicht) und Video geht (anspruchsvoller, aber möglich), liegen vor. Der deutsche Videokünstler Mario Klingemann zum Beispiel hat ein altes Video der französischen Sängerin Francoise Hardy mit Tonaufnahmen der US-Präsidentenberaterin Kellyanne Conway unterlegt, in der diese erstmals von „alternative facts“ im Zusammenhang mit der Besucherzahl bei der Trump-Inauguration spricht. Technischer Hintergrund ist dem Economist-Artikel zufolge keine Video-Editing-Software, sondern ein „Generative Adversarial Network“ (GAN): ein selbstlernender Algorithmus, der mit alten Musikaufnahmen von Francoise Hardy gefüttert wurde. Der Economist schreibt von einer „Aufzeichnung von etwas, das nie geschehen ist“ (Bild: Screenshot Youtube).