Kein gutes Haar lässt Nicholas Carr (Foto) an Uber, dem weltweit tätigen Vermittlungsdienst für private Personentransporte. Start-ups wie Uber würden oft als Champions geschäftlicher Innovation und disruptiver Branchenveränderungen angesehen, schreibt der streitbare Publizist in seinem Blog „Roughtype“. In Wahrheit sei Uber aber ein „Papiertiger“ – nur gut darin, Investoren zu finden, die bereit seien, operative Verluste über einen langen Zeitraum auszugleichen. Uber habe im letzten Jahr 2,2 Milliarden US-Dollar verloren; im laufenden Geschäftsjahr würden es rund drei Milliarden werden. – Angesichts dessen, so Carr, sei zu fragen, ob solche Hilfsgelder nicht die wahren Treiber vieler hoch gerühmter Disruptionen seien – deren Leidtragende, zum Beispiel lokale Taxiunternehmen, keine zahlungskräftigen Förderer hätten.