Zeynep_TufekciDie Enthüllungsplattform Wikileaks hat mit der Veröffentlichung von 300.000 E-Mails nach dem Putschversuch gegen Recep Tayip Erdogan auf unverantwortliche Weise das Leben von Millionen Menschen, besonders Frauen, in der Türkei gefährdet. Diesen Vorwurf erhebt die türkische Bloggerin Zeynep Tufekci (Bild), die an den Universitäten North Carolina und Harvard unterrichtet, in einem Beitrag für die Huffington Post. Menschenrechtsaktivisten in der Türkei haben demnach die geleakten „Erdogan emails“ durchsucht und nichts Berichtenswertes gefunden. Stattdessen hätten sie festgestellt, dass in von Wikileaks verlinkten Datenbanken detaillierte persönliche Daten von nahezu allen wahlberechtigten Frauen in der Türkei zu finden seien, teils mit Wohnadressen und Handynummern. Tufekci: „Es gibt keinen einzigen guten Grund, so viele Männer und Frauen der Gefahr von Identitätsdiebstahl, Schikane und Schlimmerem auszusetzen.“