Künstliche Intelligenz und Big Data erledigen immer mehr geistige Arbeit und gefährden dadurch Bürojobs, so wie einst die Mechanisierung klassische Fabrikarbeit verdrängt hat. Außerdem bedroht: Arbeitsplätze von Taxi-, Bus- und Bahnlenkern. Elisabeth Mason (Foto) räumt diese sozialen Risiken durchaus ein. Es sei aber Zeit, so die Direktorin des Poverty and Technology Lab an der Universität Stanford in einem Artikel für die New York Times, auch die Kehrseit zu betrachten. Big Data und KI, so die Forscherin, hätten nämlich das Potential, Armut erfolgreich zu bekämpfen und soziale Stabilität zu fördern. Zum Beispiel sei es möglich, mittels Künstlicher Intelligenz zu prognostizieren, wo künftig Stellen unbesetzt bleiben und welche Qualifikationen in welchen Regionen nachgefragt werden. Auch die universitären Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung, schreibt Mason, könnten mithilfe intelligent ausgewerteter großer Datenbestände erheblich verbessert werden.